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von SophiaH

Leitfaden für Gespräche mit Menschen aus der Politik

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Unser Engagement bei foodsharing ist politisch. Der Austausch mit Menschen aus der Politik ermöglicht es uns, bestimmte Ziele zu erreichen, sei es die Räumlichkeit für einen Fairteiler, eine Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung gemeinsam mit der Stadtverwaltung oder Gesetzesänderungen auf Bundes- oder EU-Ebene. Politikgespräche erscheinen vielleicht zunächst einschüchternd, aber sie schaffen Sichtbarkeit für foodsharing und öffnen uns Türen zu Ressourcen und Netzwerken. Zur Vorbereitung für Gespräche mit Menschen aus der Politik möchten wir dir daher hier einen kleinen Leitfaden bereitstellen. Der Leitfaden führt dich Schritt für Schritt durch die Vorbereitung, den Ablauf und die Nachbereitung eines Gesprächs. Außerdem hilft er dir bei der Suche nach der richtigen Ansprechperson und zeigt dir, auf welcher Ebene du welche Themen anbringen kannst.

Warum sollte ich Politikgespräche führen?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Egal auf welchem Level Entscheidungsträger:innen arbeiten, Gespräche führen lohnt sich gleich auf mehreren Ebenen. Schauen wir mal rein:

  1. Politiker:innen entscheiden/beschließen Gesetze immer aufgrund von zuvor eingeholten Infos. Durch Gespräche, in denen wir unsere Sicht einbringen, können wir auf diese Entscheidungen Einfluss nehmen.
  2. Wir schaffen mehr Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit für foodsharing und Lebensmittelverschwendung/-wertschätzung.
  3. Durch Gespräche kannst du Zugang zu vielen Ressourcen bekommen: Fördermittel, Kontakte, Partnerschaften und Netzwerke, die euch auf verschiedene Weise nützlich sein können (z. B. Kontakte für Bildungsarbeit, Aufbau von Fairteilern, Nutzung von Räumlichkeiten, …).
  4. Mit solchen Gesprächen bekommst du viel Hintergrundwissen, das du sonst nicht bekommen würdest. Das bringt Klarheit darüber, wie foodsharing in den bestehenden politischen Rahmenbedingungen besser agieren kann.
  5. Für langfristige Ziele lohnt sich ein regelmäßiger Austausch, um dauerhaft als wichtige Initiative/wichtiges Thema wahrgenommen zu werden.

Es gibt also viele gute Gründe, Gespräche mit Menschen aus der Politik zu führen.

Suche nach passenden Ansprechpersonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damit deine Anliegen und Botschaften auch bei der richtigen Person ankommen, ist es wichtig zu beachten, wer auf was Einfluss hat bzw. wer welche Entscheidungskompetenzen hat. Beispielsweise ist es sinnvoll, die Stadtverwaltung nach einer Räumlichkeit für ein foodsharing-Café zu fragen; Abgeordnete im EU-Parlament sollten stattdessen besser bezüglich EU-Regularien kontaktiert werden. Wir unterscheiden hierbei zwischen Ansprechpersonen auf regionaler Ebene, bundeslandweit, national und international.

Regionale Ansprechpersonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansprechpersonen für regionale Angelegenheiten sind alle Menschen, die auf kommunaler Ebene aktiv sind. Sie arbeiten oder engagieren sich in der Kommunalpolitik oder kommunalen Verwaltung. Dazu gehören:

Bürgermeister:innen und Stadträt:innen bzw. Mitglieder des Gemeinderates:

  • Haben einen direkten Einfluss auf kommunale Entscheidungen (Kommunalpolitik ist z. B. zuständig für die Abfallentsorgung) und können lokale Initiativen unterstützen.
  • Sie können auch Anliegen eigeninitiativ in den Rat einbringen. Außerdem können sie dir Einblick in lokale Entscheidungsstrukturen geben.
  • Sie können den Zugang zu kommunalen Ressourcen wie Räumlichkeiten erleichtern.
  • Sie sind regional vernetzt.

Vorsitzende, Referent:innen, Angestellte in passenden Stellen der Verwaltung (z.B. Kommunale Umwelt- und Sozialreferent:innen oder Nachhaltigkeits-, Strukturwandel- und Klimaschutzmanager:innen)

  • Diese haben oft Interesse an foodsharing und dem Thema Lebensmittelverschwendung/-wertschätzung und sind mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv gegenüber unseren Anliegen gestimmt.
  • Sie können nützliche Kontakte vermitteln und innerhalb der Verwaltung unsere Themen verbreiten.

Eventuell gibt es zusätzlich auf der Ebene deines Landkreises passende Gesprächspartner:innen. Der Landkreis koordiniert einige Aufgaben der Kommunen im Kreis. Zu den Ansprechpersonen im Kreis gehören:

  • Mitglieder des Kreistages (entsprechen den Mitgliedern des Stadt-/Gemeinderates)
  • Mitarbeitende in den Landratsämtern bzw. der Verwaltung des Kreistages (entspricht den Angestellten in der Verwaltung der Kommune). Auch der Landkreis kann Klimaschutzmanager:innen haben.

Auf regionaler Ebene kann zum Beispiel über folgende Themen gesprochen werden:

  • Strategie gegen Lebensmittelverschwendung auf kommunaler Ebene (z.B. Einberufung eines runden Tischs unter der Schirmherrschaft der Kommune)
  • Unterstützung für den Aufbau von Fairteilern
  • Gemeinsame Kampagnen mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
  • Sich der foodsharing-Städte Bewegung anschließen
  • Mehr Inspiration zu regionalen Projekten findest du auf der Seite der foodsharing-Städte Bewegung: https://foodsharing-staedte.org/de

Ansprechpersonen auf Ebene des Bundeslandes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Ebene deines Bundeslandes findest du Abgeordnete des Landtags oder auch Mitarbeitende von Ministerien als passende Ansprechpersonen für unsere Themen.

Mitglieder der Landtage (MdL):

  • Landtagsabgeordnete haben Einfluss auf landesweite Gesetze und Förderprogramme.
  • Sie können auf Landesebene für Gesetzesänderungen oder Förderungen im Bereich Lebensmittelverschwendung und Nachhaltigkeit eintreten.
  • Besonders passend könnten hier MdL sein, die im Umwelt-, Ernährungs- oder Verbraucherschutzausschuss sitzen oder welche, die aus dem Wahlkreis bei euch vor Ort kommen.

Mitarbeitende von Landesministerien:

  • Passende Ministerien sind die für Umweltschutz, Ernährung, Soziales oder Verbraucherschutz. Diese Ministerien sind für Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen zuständig und könnten durch Förderprogramme oder andere Mittel Initiativen unterstützen.
  • Ministerien sind in verschiedene Abteilungen und diese wiederum in Referate unterteilt. Auf der Website der Ministerien gibt es meist ein Organigramm, das du nutzen kannst, um dir einen Überblick darüber zu verschaffen. So findest du das Referat, das für dein Anliegen zuständig ist. Wenn du dir unsicher bist, kannst du in deinem Anschreiben auch um eine interne Weiterleitung an die zuständige Person bitten, falls du die falsche Ansprechperson kontaktiert hast. Es ist auch in Ordnung, zunächst an eine allgemeine Kontaktadresse zu schreiben und um Weiterleitung zu bitten. Die Wahrscheinlichkeit, dass du eine Rückmeldung bekommst, ist aber höher, wenn du die zuständige Person direkt anschreibst.

Auf Landesebene kann über folgende Themen gesprochen werden:

  • Mehr Bildung zu Lebensmittelwertschätzung an Schulen, da die Bundesländer für die Lehrpläne zuständig sind
  • Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen auf Bundeslandebene
  • Lebensmittelverschwendung auf Veranstaltungen des Bundeslands/ in der Landesverwaltung
  • Strategien gegen Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Bundeslandebene. Baden-Württemberg hat beispielsweise eine zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um die Weitergabe von geretteten Lebensmitteln geschaffen, die Organisationen wie foodsharing beratend zur Seite stehen kann. Ihr findet sie im Internet hier.

Nationale und internationale Ansprechpersonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die lokale und Bundesland-Ebene hinaus gibt es auch Ansprechpersonen für die Bundes- oder internationale (Europa) Ebene. Falls du auf dieser Ebene Gespräche führen möchtest, dann ist ein Engagement in der AG Politische Kampagnen genau das richtige für dich. Für uns ist wichtig, zu wissen, wer im Namen von foodsharing unsere politischen Interessen vertritt. Bewirb dich in diesem Fall also gerne für die AG: Du findest sie in der Übersicht Arbeitsgruppen Überregional.

Hier kommt trotzdem ein Überblick darüber, welche Ansprechpersonen es für diese Ebenen gibt und für welche Themen welche Ebene zuständig ist.

Nationale Ebene (Deutschland)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder des Bundestages (MdB):

  • Bundestagsabgeordnete können sich für bundesweite Gesetzesänderungen und Förderprogramme einsetzen.
  • Besonders relevant sind Abgeordnete, die im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz oder im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft tätig sind.
  • Abgeordnete, die aus deinem Wahlkreis stammen, sind primär für dich zuständig.

Bundesministerien:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV): Zuständig für Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen sowie für Fragen zu Verbraucher:innenschutz (Hygienestandards, …)
  • Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH): Zuständig für Lebensmittelverschwendung, Landwirtschaft und eine nachhaltige Ernährung.

Parteipolitische Akteur:innen: Sprecher:innen für Umwelt- und Ernährungspolitik oder auch Verbraucher:innenschutz:

  • Diese Personen innerhalb der Parteien sind oft die treibenden Kräfte hinter Initiativen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung.
  • Sie haben Wissen zu aktuellen Geschehnissen in ihrem Themenbereich und können wichtige Hintergrundinformationen dazu geben.

Folgende Themen werden auf nationaler Ebene behandelt:

  • Messung von Lebensmittelabfällen
  • Strategie gegen Lebensmittelverschwendung auf Bundesebene entlang der gesamten Wertschöpfungskette (z.B. Einberufung von runden Tischen zum Thema, Gesetze/Abkommen zu und mit einzelnen Sektoren, …)
  • Beschluss über Wegwerfstopps für Supermärkte
  • Allgemein die Übersetzung von EU-Recht in nationales Recht. Es muss mindestens das EU-Recht umgesetzt werden, dieses darf aber verschärft werden. Nationale Regeln dürfen das EU-Recht aber nicht aushebeln.

Internationale Ebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Europäische Union setzt den größeren Rahmen für Regelungen auf der nationalen Ebene. Staaten können diese Regelungen verschärfen, aber nicht abschwächen.

Mitglieder des europäischen Parlaments (MdEP)

  • Abgeordnete des europäischen Parlaments können sich für europaweite Gesetzesänderungen und Förderprogramme einsetzen.

Mitarbeiter:innen der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN)

  • Setzen sich auf internationaler Ebene für die Themen Ernährung und Landwirtschaft ein.

Folgende Themen werden auf internationaler Ebene behandelt:

  • Standards und Regelungen zu Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum
  • Europäische Handelsnormen
  • Rechtlicher Rahmen zur Haftung bei Weitergabe von Lebensmitteln

Thematischer Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Schlüsselfakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damit du gut vorbereitet in das Gespräch starten kannst, ist es immer gut, ein paar Schlüsselfakten zu Lebensmittelverschwendung zur Hand zu haben. Bitte lies dir zum Hintergrund die Wiki-Artikel “Zahlen bitte: Lebensmittelverschwendung - die Datenlage” sowie “Kontext und Selbstverständnis” vorab durch. Hier sind ein paar wichtige Zahlen zum Merken:

  • Insgesamt wird etwa ein Drittel aller produzierten Lebensmittel verschwendet (WWF 2015).
  • Die Lebensmittelverschwendung ist für 10 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit verantwortlich (WWF 2022)
  • In Deutschland sind es mindestens 18 Millionen Tonnen pro Jahr, Verluste vor der Ernte sind in dieser Zahl noch gar nicht mit einberechnet (WWF 2015).

Unsere Forderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bündnis Lebensmittelrettung, in dem foodsharing Mitglied ist, hat Forderungen für die Politik aufgestellt, wie Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette verringert werden kann. Diese Forderungen kannst du hier nachlesen. Auf dieser Wiki-Seite gibt es zudem eine aufbereitete Version davon mit Hintergrundinformationen. Um zu entscheiden, welche der Forderungen du am besten auf welcher Ebene anbringst, kannst du folgende Übersicht verwenden:

  • Unterstützung von Strukturen bei euch direkt vor Ort, z. B. Fairteiler, Infostände oder Bildungsworkshops: lokale Ebene – mehr Ideen, worüber ihr mit Menschen bei euch vor Ort sprechen könnt, findet ihr auch im Dokument “Handlungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene”
  • Ernährungsbildung: Bundesland-Ebene
  • Reduktion der Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette: lokale, Bundesland-, nationale und EU-Ebene
  • Steuerliche Anreize für Lebensmittelspenden: nationale und EU-Ebene
  • Anpassungen des Mindesthaltbarkeitsdatums: v. a. EU-Ebene

Ansprechpersonen bei foodsharing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn du ein Gespräch auf lokaler Ebene führst, z.B. mit der Stadtverwaltung zum Aufbau eines Fairteilers, informiere in jedem Fall die Botschafter:innen (BOTs) in deinem Bezirk. So behalten diese einen Überblick darüber, welche Gespräche geführt werden und können dir ggf. auch Kontakte zu Personen vermitteln, die vorher schon etwas Ähnliches gemacht haben. So kannst du vielleicht sogar an einer Stelle anknüpfen, mit der eine andere Person schon einmal Kontakt hatte.

Wenn du ein Gespräch mit einer Person aus der überregionalen Politik oder Verwaltung führst (also z.B. Landtags-, Bundestags- oder Europaparlamentsabgeordneten bzw. mit Mitarbeitenden in den entsprechenden Ministerien), musst du gut über unser Selbstverständnis und unsere politischen Positionen informiert sein. Das ist umso wichtiger, je „wichtiger“ oder bekannter die Person ist, mit der du das Gespräch führst bzw. wenn dieses in der Öffentlichkeit oder sogar mit Pressebegleitung stattfindet. Dabei ist es auch zentral, über aktuelle Entwicklungen und Projekte in der foodsharing Community informiert zu sein. Trete in diesem Fall vorher mit den jeweils zuständigen überregionalen Arbeitsgruppen in Kontakt.

Folgende Arbeitsgruppen eigenen sich für den Erfahrungsaustausch vorab:

  • AG Politische Kampagnen, Mail an: politik@foodsharing.network: Die AG PolKa macht die überregionale politische Arbeit von foodsharing. Dort gibt es viele Erfahrungswerte zu Gesprächen mit Menschen aus der Politik, zu den Hintergründen der foodsharing Forderungen und zu aktuellen Kampagnen.
  • AG Fairteiler, Mail an: fairteiler@foodsharing.network: Die AG Fairteiler bietet einen Austausch rund um die Themen Aufbau von Fairteilern, rechtlichen Rahmenbedingungen, Kontakt zu Veterinärämtern und Hilfestellungen bei Problemen im Fairteilerbetrieb an. Hier kannst du dich über gelungene Beispiele aus anderen Bezirken informieren.
  • AG Bildung und foodsharing Akademie, Mail an kontakt@foodsharing-akademie.org: Auf der Website der foodsharing Akademie gibt es viele Bildungsmaterialien und Projektideen rund um das Thema Lebensmittelverschwendung und nachhaltige Ernährung(-ssysteme). Du kannst sie als Vorlage und Referenz nutzen, wenn du über unsere Bildungsarbeit berichten oder Unterstützung dafür anfragen möchtest.
  • AG Presse, Mail an presse@foodsharing.network: Die AG Presse kümmert sich um die Pressearbeit bei foodsharing und hat Tipps zur Erstellung von Pressemitteilungen, Presseverteilern und Pressearbeit allgemein. Das ist relevant, wenn dein Austausch auch durch Pressearbeit begleitet wird.

Wie bereite ich das Gespräch vor?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem wir uns die Ansprechpersonen und die wichtigsten Key-Facts angeschaut haben, schauen wir nun, wie ein solches Gespräch vorbereitet werden kann.

Was sollte ich vor der Kontaktaufnahme vorbereiten?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Informiere dich zunächst über die allgemeinen Forderungen von foodsharing (Siehe oben) sowie über die politische Arbeit und die bisherigen Initiativen der Politiker:in – vielleicht gibt es schon gemeinsame Anknüpfungspunkte?

Lege bestenfalls klar fest, ob du Unterstützung für eine einmalige Aktion, eine langfristige Partnerschaft oder eine politische Änderung anstrebst. Überlegt dir, was das ideale Ergebnis deines Gesprächs wäre und wie du darauf hinarbeiten kannst.

Wie nehme ich Kontakt auf?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kontaktiere die Ansprechperson am besten per Mail. Wenn du nach ein paar Tagen keine Rückmeldung erhalten hast, lohnt es sich, eine zweite Mail hinterher zu schicken oder - falls du eine Telefonnummer des Kontakts hast - anzurufen.

Wie kann ein Gesprächstermin ablaufen?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Beginn des Treffens hast du dir Gedanken darüber gemacht, was dein Ziel für den Termin ist bzw. welche konkreten Anliegen du mitbringst. Behalte dieses Ziel und deine Anliegen während deines Gesprächs im Auge und versuche, das Gespräch dorthin zu lenken.

Wie dein Gespräch konkret abläuft, hängt unter anderem davon ab, ob du dein Gegenüber zum ersten Mal triffst. In diesem Fall kannst du dich an folgender Struktur orientieren:

  1. Kennenlernen: Stelle dich und foodsharing kurz vor. Erzähle auch etwas von deiner persönlichen Motivation, warum du bei foodsharing bist (z. B. wie es für dich war, als du das erste Mal verstanden hast, wie groß Lebensmittelverschwendung ist).
  2. Ziel des Gesprächs: Erkläre, warum du das Gespräch suchst und mit welchen Anliegen du kommst.
  3. Gemeinsame Faktenbasis: Je nachdem, wie viel dein:e Gesprächspartner:in bereits über die Problematik der Lebensmittelverschwendung weiß, kannst du mit aktuellen Zahlen und Fakten (z. B. die Keyfacts oben) oder anderen aktuellen Anliegen einsteigen. Jede Region hat eigene Besonderheiten – daher kannst du auch darauf eingehen, wie sich Lebensmittelverschwendung speziell auf die Gemeinde oder Region auswirkt.
  4. Deine Ziele und Anliegen: Nachdem ihr über das Problem der Lebensmittelverschwendung gesprochen und eine gemeinsame Basis geschaffen habt, kannst du nach Unterstützung für deine spezifischen Projekte fragen. Die Unterstützung kann dabei auch anders aussehen, als du sie dir ursprünglich vorgestellt hast und dich trotzdem an dein Ziel bringen. Höre dir dabei auch die Ansichten und eventuellen Bedenken der Menschen aus der Politik an. Das hilft, um gegenseitiges Verständnis zu schaffen und gemeinsam Lösungen oder Kompromisse zu finden. Auch wenn deine gesteckten Ziele nicht sofort erfüllt werden oder erfüllt werden können, trägt ein Gespräch mit Menschen aus der Politik dazu bei, dass wir als Initiative sichtbarer werden. Über diesen Kontakt können auch Kooperationen oder Unterstützungswege entstehen, die du vorher noch nicht im Sinn hattest. Frage deshalb auch nach Ideen, die dein:e Gesprächspartner:in hat, die dich weiterbringen könnten.
  5. Absprachen treffen: Haltet, am besten schriftlich, fest, welche Absprachen ihr trefft, z. B. wer sich um welche Aufgaben kümmert oder euch Kontakte weitergibt. Klärt auch, wann ihr wieder in Kontakt tretet bzw. ob ihr ein weiteres Treffen vereinbaren möchtet. Falls ihr eure Kontaktdaten noch nicht ausgetauscht habt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür.
  6. Verabschiedung: Findet einen schönen Gesprächsabschluss: Du kannst zum Beispiel erzählen, was du aus dem Gespräch mitnimmst und was du nun motiviert bist, als nächstes anzugehen. Bedanke dich für den Termin.

Als kurze Zusammenfassung haben wir auch einen One-Pager erstellt, auf dem alle wichtigen Infos zu Gesprächen mit Menschen aus der Politik noch einmal zusammengefasst sind.

Was passiert nach dem Gespräch?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn sich Menschen aus der Politik die Zeit für ein Gespräch genommen haben, ist das eine kleine Dankesnachricht wert, gerade, wenn du den Kontakt weiter aufrechterhalten und weitere Schritte der Zusammenarbeit gehen möchtest. Falls du im Termin versprochen hast, Materialien nachzuliefern, kannst du auch das in deine Mail im Nachgang schreiben.

In deinem Bezirk kannst du über das Forum von dem Gespräch berichten.

Wenn ihr eine Folgevereinbarung mit einer bestimmten Deadline getroffen habt, dann melde dich nach dieser Deadline bei deiner Gesprächsperson.

Unabhängig davon kannst du nach einigen Monaten nach einem Folgegespräch fragen.


Artikel von:   politische Kampagnen   (Kontakt)

Letzte Überarbeitung am 14.09.2026