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foodsharing auf Festivals repräsentiert foodsharing.de auf verschiedenen großen und kleinen Festivals in Deutschland. Der Fokus liegt auf:
- Öffentlichkeitsarbeit zu Lebensmittelverschwendung und nachhaltigem Konsum
- Rettung und Weiterverteilung von Lebensmitteln vor Ort, Weitergabe von LM nach dem Festival an vielfältige soziale Einrichtungen wie beispielsweise Die Tafel, ...
Auf Festivals erreichen wir Zielgruppen, die im Alltag kaum Berührungspunkte mit diesen Themen haben. Mit 5.000 bis 90.000 Besucher:innen bieten sie eine besonders große und wertvolle Reichweite.
Jedes Festival hat seine Besonderheiten. Entsprechend werden unterschiedliche Aktionen geplant, wie z.B.:
- Infostände, Workshops, Bühnenbeiträge
- Rettung zubereiteter Speisen von Ständen und Catering sowie deren Weiterverteilung
- Betreuung eines temporären Fairteilers auf dem Festivalgelände
- Retten überschüssiger Lebensmittel von Besucher*innen
- Kooperationen mit lokalen Organisationen (z. B. Tafeln, Viva con Agua)
- Besucher:innen informieren, wie sie foodsharing unterstützen können - selbst Foodaverin werden oder Hinweis auf das Spendenkonto des foodsharing e.V.
Organisation & Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bezirk „foodsharing auf Festivals“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Alle Festivalaktivitäten laufen über den Bezirk foodsharing auf Festivals
- Bewerbungsaufrufe werden im Forum veröffentlicht (ca. 1–4 Monate vor dem Festival)
- genauere Informationen zu den jeweiligen Festivals, den Rahmenbedingungen, Bewerbungsfristen usw. sind über den jeweiligen Bewerbungsaufruf zu finden
- jedes Festival ist als eigener Betrieb im Bezirk angelegt
- die Veranstalter stellen foodsharing auf Festivals für unsere dortige Arbeit ein Kontingent an kostenlosen Tickets
- die konkrete Umsetzung (Teamgröße, Material, Anreise, Aufgaben) wird festivalabhängig festgelegt, sobald das Team vollständig ist
Hauptverantwortliche (HVA)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jedes Festival hat mindestens einen Hauptverantwortlichen (HVA).
Aufgaben der HVAs
- Koordination der foodsharing Aktion auf einem Festival
- Kontakt mit Veranstalter und externen Partnern
- Sicherstellung der Vorbereitung und Aufgabenverteilung
- Teil der überregionalen AG “Festival Koordination”
Voraussetzungen
- In der Regel vorherige Festivalerfahrung mit foodsharing
- Neue HVAs (die gerne eine Kooperation mit einem Festival aufbauen möchten) werden von der AG Festival Koordination gecoacht und unterstützt
Mit foodsharing auf ein Festival gehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Voraussetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Volljährigkeit
- Verifizierter Foodsaverin
- Keine relevanten Regelverstöße
- Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Erreichbarkeit
- Motivation auch unter Festivalbedingungen (wenig Schlaf, dem Wetter ausgesetzt) die Aufgaben gemeinsam zu bewältigen
- Bereitschaft, den gesamten Anwesenheitszeitraum unterstützen zu können
Bewerbung & Auswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Bewerbung über Formular im Forum des Bezirks foodsharing auf Festivals, im Bewerbungsformular stehen die jeweiligen Besonderheiten sowie der Anwesenheitszeitraum
- Auswahl erfolgt durch die HVAs (es besteht kein Anspruch auf ein Ticket)
- Die Ticketvergabe erfolgt nach verschiedenen Kriterien (ausgewogener Anteil an festivalerfahrenen und festivalunerfahrenen Foodsaver:innen, verfügbare Einsatzzeit, Engagement im Vorfeld, Entfernung zum Festival, ökologische Anreise uvm.)
- Nachrückerlisten sind üblich
Deine Chancen auf ein Ticket steigen, wenn du:
- früh Verantwortung übernimmst
- den gesamten Zeitraum verfügbar bist
- Transportmöglichkeit, Ideen oder Material einbringst
- Wenn du zuverlässig kommunizierst und klar machst, dass du nicht bloß für lau auf ein Festival willst
- Wenn kurzfristig schon bestätigte Mitfahrer:innen krank werden oder wegen anderer Notfälle doch nicht können, werden manchmal wieder Tickets frei. Es lohnt also auch ganz kurz vor dem Festival nochmal im Bezirk zu schauen, ob Springer gesucht werden.
Ablauf vor dem Festival[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Sobald das Team für ein Festival steht werden die HVA(s) Kontakt mit euch aufnehmen und alle relevanten Punkte im Vorfeld werden abgeklärt und organisiert. Dies kann z.B. sein:
- Onlinetreffen oder Koordination über foodsharing, Trello oder Google Drive
- Absprachen wer was mitbringt um das gemeinsame Camp, den Fairteiler oder Aktivitäten zu gestalten (je nach Infrastruktur vor Ort können das z.B. Pavillons, Campingtische- und Stühle, gerettete Lebensmittel, Utensilien zum gemeinsamen Kochen, Bierbankgarnituren, Spiele, Infomaterial, Lastenräder, Sackkarren, Fahradanhänger, Klappkisten, … sein)
- Einbindung lokaler Foodsaver/der lokalen Tafel
- erste Aufgabenverteilung (Werden Workshops angeboten? Werden Stände und Einlässe berettet? Wird es offenes Frühstück geben? Werden mobile Fairteiler aufgestellt? Oder geht es einzig um Standbetreuung?)
Ablauf vor Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Bei den meisten Festivals reist das gesamte Team einen Tag vor Beginn oder spätestens vor Einlass der Besucher*innen an.
- Um unsere Aufgaben gut koordinieren zu können, ist ein gemeinsames Camp Voraussetzung. Dort treffen wir uns regelmäßig für Absprachen und organisieren uns als Team. Gemeinsames Campen bedeutet auch, dass wir uns im Vorfeld abstimmen, wer welche Ausrüstung (z. B. Kochutensilien, Pavillons etc.) mitbringt, sodass nicht alles mehrfach vorhanden ist.
- In der Regel campen wir im Crewbereich, der meist etwas ruhiger und sauberer ist. Neben unseren Aufgaben verbringen wir dort auch viel Zeit gemeinsam und tauschen uns mit Foodsaver*innen aus ganz Deutschland aus.
- Die Teams sind oft bunt gemischt, daher gilt: Auch wenn du noch nie auf einem Festival warst oder niemanden kennst, bist du nicht allein (für die größeren Festivals bekommen wir bis zu 25 Tickets gestellt).
- Es soll neben allen Aufgaben auch der Spaß nicht zu kurz kommen – natürlich könnt ihr das Festival auch genießen. Gleichzeitig ist wichtig zu wissen, dass die Arbeit vor Ort kräftezehrend sein kann: wenig Schlaf, viel Lautstärke und wechselnde Wetterbedingungen gehören oft dazu. Besonders am letzten Tag bzw. direkt nach dem Festival liegt der Fokus auf den Rettungsaktionen auf dem Campingplatz – hier fällt meist der größte Arbeitsaufwand an.
Aufgaben vor Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Je nach Festival haben wir ganz verschiedene Möglichkeiten und Erwartungen bzw. Beschränkungen vom Veranstalter. Gängige Formate sind folgende:
Fairteiler-Betreuung:
Unser Stand ist Infostand und Fairteiler in einem. An den Festival-Tagen sollte der Fairteiler tagsüber die meiste Zeit über geöffnet sein. Manchmal gibt es auch Vorgaben vom Veranstalter über die Öffnungszeiten, die dann definitiv gewährleistet werden müssen. Zwei Leute in einer Fairteiler-Schicht à 2 Stunden einzusetzen, hat sich auf vielen Festivals bewährt.
Standrettung:
Die Essensstände haben abends oft große Mengen zubereiteter Speisen übrig. Die Stände sollten vor der ersten Abholung kontaktiert werden, um zu erfragen, ob sie überhaupt mit foodsharing kooperieren wollen. Leider dürfen wir die zubereiteten Speisen oft nicht an Besucherinnen des Festivals herausgeben, so dass wir entweder an die Crew (z.B. Security und Sanitäterinnen) verteilen oder lokale foodsharing-Strukturen nutzen, um das Essen sinnvoll verwerten zu können. Am letzten Festivaltag gibt es meistens viele Zutaten zu retten, die übrig geblieben sind. Ob es Sinn macht, bereits geschnittenes Gemüse oder TK-Ware zu retten, wenn man keine Kühlung hat, müssen die Teams vor Ort abwägen. Hilfreich sind dabei lokale Kontakte zu Foodaver:innen oder anderen Organisationen wie z.B. der Tafel
Einlassrettung:
Auf großen Festivals müssen Besucher:innen schon am Eingang z.B. Glasflaschen abgeben. Wir können dafür bei den Securities Kisten aufstellen, die wir dann in regelmäßigen Abständen abholen.
Workshops:
Auf manchen Festivals haben wir die Möglichkeit, Workshops anzubieten. Sie sollten schon im Vorhinein angemeldet und ausgearbeitet werden.
Mögliche Themen sind z.B.: "Was ist foodsharing, und wie kann ich mitmachen?", "Lebensmittel haltbar machen", "Ist das noch gut? Essbare Lebensmittel mit den Sinnen erkennen" - oder was auch immer euch im Kontext foodsharing, Lebensmittel und Nachhaltigkeit einfällt. Wenn ihr Ideen braucht oder selbst welche habt, kontaktiert gern die AG Festival Koordination
Schmierstation / Offenes Frühstück / Mitbring-Frühstück:
Ausgabe geretteter Lebensmittel
Mobile Fairteiler:
Bei einem sehr großen Gelände kann es Sinn machen, unbetreute Fairteiler für Lebensmittel an zentralen Wegpunkten einzurichten. Diese müssen - gerade am Abreisetag - regelmäßig abgefahren und geleert werden.
Geländerettung / Quad-Schicht:
Auf den Campingplätzen wird viel Essen zurückgelassen. Das kann zum Fairteiler gebracht werden. Zusätzlich können wir durch die Camps gehen und Besucher:innen bitten, dass sie uns ihre übrigen Lebensmittel und Getränke bringen anstatt diese liegen zu lassen. Manchmal bekommen wir ein Quad mit großem Anhänger zur Verfügung gestellt, das bei dieser Aufgabe enorm hilfreich ist.
Endrettung / Nachsammeln:
Sammeln zurückgelassener, noch geniesbaren Lebensmittel auf Campingflächen
Aufgaben nach dem Festival[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Verfassen eines Nachberichts (Vorlage haben die HVAs)
- Schlaf nachholen und fürs nächste Festival bewerben ;)
Verhaltensregeln bei Festivals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Auch wenn auf Festivals alles etwas lockerer abläuft seid ihr Vertreter:innen von foodsharing, daher gilt:
- Professionelles, verantwortungsbewusstes Auftreten
- Aktiv und ansprechbar während der Schichten - halte in deinen Schichten die Augen offen und sei involviert in das Geschehen um dich herum. Das heißt im Klartext: kein Buch lesen, keine Spiele auf dem Handy, keine Kopfhörer in den Ohren, kein Power-Napping usw. Wir sind stets aufmerksam und ansprechbereit!
- Aufgaben im Rahmen von foodsharing nicht unter starkem Drogen oder Alkoholeinfluss und auch kein offensichtlicher Konsum, behaltet stets die Kontrolle über euer Handeln
- Gepflegtes Erscheinungsbild
- foodsharing Aufgaben haben Priorität vor persönlichen Interessen - vereinbarte Schichtzeiten und Absprachen sind einzuhalten
- Gemeinsames Campen und faire Aufgabenaufteilung
- Leergut in großem Stil zu sammeln und erkennbar im Namen von foodsharing zu sein, passt nicht zu unserem professionellen Auftreten
- Auch wenn ihr privat auf dem Gelände unterwegs seid, macht euch bitte klar, dass ihr weiterhin foodsharing vertretet und repräsentiert. Organisatoren und Festivalgäste könnten euch wiedererkennen und ggf. ansprechen.
- Du solltest gut auf Leute zugehen können und auch kein Problem damit haben, mit fremden, evtl. alkoholisierten Menschen zu sprechen.
- Auch wenn wir auf Festivals aktiv sind, gelten die allgemeinen foodsharing-Verhaltensregeln.
- Du besuchst das Festival auf eigene Verantwortung. foodsharing haftet nicht für verlorene Gegenstände oder ähnliches → achte auf deine Wertgegenstände!
Artikel von: foodsharing auf festivals (Kontakt)
Letzte Überarbeitung am 15.07.2026